Wie kannst du dein Leben verlängern?

Kennst du das? Dein Geburtstag nähert sich Tag für Tag, Stunde um Stunde, Minute für Minute. Dir ist plötzlich bewusst, wie schnell ein Jahr vergehen kann. Und du wirst ein wenig sentimental. Und du denkst:

Möge doch die Zeit nur nicht so schnell vergehen“

Ich habe morgen Geburtstag. Deswegen sind mir gerade einige zeitphilosophische Gedanken durch die Tippfeder geflossen. Ich beschäftige mich in diesem Artikel mit den Fragen:

  1. Kannst du dein Leben verlängern? (Antwort: Ja!)
  2. Worin besteht das Zeit-Zauber-Paradox?
  3. Warum Emotion als auch Motivation von „Motion“ kommt. (sieh dir auch das Video an – dann weißt du was ich meine … 🙃)

Let´s go!
 

Kannst du dein Leben verlängern?

Kurze, knackige Antwort: Ja!

… und das ohne Medikamente. Das geht selbst ohne irgendwelche Zeitmanagement-Tricks.

Unsere Zeitwahrnehmung ist äußerst subjektiv.

Ob wir eine Stunde als gääääähhhnend lang oder ultraschnell empfinden, liegt einzig und allein an unserem inneren Empfinden.

Wenn du das Gefühl hast, dass eine Stunde viel zu lang ist und die Zeit gar nicht vergeht, stehst du wahrscheinlich im Stau. Du willst etwas ganz anderes machen und bist frustriert dass es nicht vorwärts geht.

Das Witzige aber: Sobald sich wieder was bewegt – sobald du wieder neue Erfahrungen sammelst, dich deine Umwelt überwältigt – dann – schwups – vergeht die Zeit wie im Fluge.

Das ist ein kleines Zeitparadox:

Zeitempfinden: „Die Zeit vergeht langsam“ = Gefühl: Langeweile

Zeitempfinden: „Die Zeit vergeht schnell“ = Gefühl: „Spaß / Freude“

(Ja, ich weiß, die Aufgaben werden um so komplexer, je näher der Abgabetermin rückt – aber das ist ein anderes Zeitparadoxon ;))

Wir können scheinbar nur das eine oder andere haben: Endweder viel Zeit oder viel Spaß. Oder? Die Lösung liegt in der Retrospektive, im Rückblick:

Wenn ich auf mein letztes Jahr zurückblicke, kommt mir mein Geburtstag vor, als wäre er schon 5 Jahre zurück.

Ich habe soviel erlebt, an so vielen verschiedenen Projekten und Orten gearbeitet und gelebt, dass zwar das Jahr rasent schnell verging – ein Ereignis folgte auf das nächste – aber wenn ich zurückblicke kommt mir das jahr so unheimlich lang vor.

Ist das nicht ein toller Zeit-Zauber?!

Du lebst fastward, Tempo, Lernen, Erlebnisse halten dich wach und energetisch. Aber gleichzeitig verlängerst du dein Leben.

Klar, die Naturwissenschaftler werden jetzt „pah!“ rufen und mit dem Kopf schütteln. Physikalisch kannst du dein Leben nicht verlängern.

Aber dein ER-LEBEN!


Um es auf der Zunge zergehen zu lassen:

Du kannst dein Leben nicht verlängern. Aber dein Er-Leben!

(Klar kannst du dich gesund ernähren, Sport treiben und so dein Leben auch physikalisch verlängern. Aber ich rede hier einzig vom Zeitempfinden. Und: du weißt einfach nicht, ob dir morgen nicht doch ein Stein auf den Kopf fällt. Und dann wäre es doch toll, wenn du dein Leben schon gut ausgekostet hättest und nicht erst bis zur Rente damit wartest … )

Wenn du nur zu Hause sitzt und dir sagst

„Ich müsste mal …“

Dann bleibst du zu Hause sitzen. Denn das „Müsste mal“ ist rein kognitiv, nur in deinem Kopf.

Na klar, auch ich bin ein wenig schwerfällig. Bin ein totaler Morgenmuffel. Mein Innerer Schweinehund scheint ein Kampfhund zu sein. Doch ich sage mir dann:

Emotion comes from „Motion“

Tolle Gefühle kommen durch Bewegung!

Und das stimmt. Wenn wir rausgehen, etwas neues Sehen, neue Leute kennenlernen, sporteln oder etwas interessantes Lernen, werden viele Hormone ausgeschüttet. Egal ob es dabei Angst- und Aktivierungshormone wie Adrenalin, Noradrenalin oder Glückshormone sind – erst durch die Aktion, die „Motion“ werden sie ausgeschüttet.

Deswegen müssen wir manchmal in die kontraintuitive Richtung gehen: Wenn ich schwerfällig und müde bin – klar dann mache ich einen kleinen „Power-Nap“, eine Meditation oder Entspannungsübung. Aber danach gehe ich raus. Auch wenn es mir zunächst keinen Spaß macht. Wenn es schwer fällt. Und selbst dann, wenn mir genau in dem Moment, in dem ich los will, tausend Ausreden einfallen.

  • Manchmal passiert nicht viel.
  • Meistens ist es nett.
  • Aber überraschend öfter als ich denke, passieren die kuriosesten oder wunderbarsten Dinge.

Und dann denke ich jedesmal:

Wie gut, dass ich den ersten, kleinen Schritt gemacht habe.

Ich nehme dich jetzt mit durch mein letztes Jahr, in dem ich viele kleine Schritte unternommen habe um meine eigene Trägheit zu überlisten.

Diese vielen kleine Organisations- und Selbst-in-den-Hintern-Tret-Schritte resultierten in tausenden Reisekilometern, etlichen neuen Freunden, vielen überstandenen Ängsten und Konflikten und hunderten neuen Ideen.

Wuff! Ich bin ein wenig geflasht, wie viel sich in einem Jahr im Kopf, Herzen und Körper bewegen kann.

Das Video gibt nur einen Teaser und gibt vielleicht nur 3% meiner erlebten Emotionen wieder.

Aber es soll dir ein kleiner Anstupser sein, dich ein wenig weiter zu motivieren als dir zunächst lieb ist.

Im Zweifel sage „Ja“ wenn du nicht sicher bist, ob du etwas tun sollst – und lerne daraus.

Denk dran:

Du bewegst nichts, wenn du dich selber nicht bewegst!

In diesem Sinne:

Film ab!

Beste Grüße aus der Frühlingsstadt Medellín,

Dein

Dr. Martin Krengel
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Kategorie: Brain Productivity
Artikel von
am 05.04.2017

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